Die Köhlerhütte

Verpflegungsstelle beim Argenthaler Quarzit Adventstrail und Schutzhütte am Wegkreuz  der  Traumschleife Schanzerkopf-Tour und Kohlweg-Simmerkopf

Vom 17. Jahrhundert an wurde im Soonwald die Holzkohle für die nahegelegenen Verhüttungsbetriebe gewonnen. In den Gebieten um die Hütten gab es zahlreiche oberirdische Erzgruben. Ein solches Relikt bildet auch der Argenthaler Waldsee. Die ehemalige Erzgrube wird durch Niederschläge und Wasser der

Völkenbornquelle gespeist. Die drei Soonwaldhütten, Rheinböller Hütte, Gräfenbacherhütte und Stromberger Hütte benötigten enorme Mengen an Holzkohle. Der Mangel an Holzkohle führte manchmal zum Stopp der Produktion. Schnee und Eis oder Trockenheit legten in manchen Jahren den Antrieb der

Pochhämmer an den Hütten lahm. Es wurde mehr Brennholz für den Betrieb der Kohlenmeiler benötigt als nachwachsen konnte. Vor allem der Buchenbestand litt darunter schwer. Zum Ende des Ersten Weltkriegs (1914-1918) erloschen die letzten Kohlemeiler im Soonwald. Noch heute kann man die Reste des 1873 stillgelegten Hochofens der Gräfenbacherhütte bewundern. Viele Straßennamen in den 

umliegenden Ortschaftenn nehmen Bezug auf die frühere Eisengewinnung. So trägt dieser Weg

an der Schutzhütte den Namen „Kohlweg“, der einst die Kohlenmeiler im Soonwald mit den Hütten verband. Um an diese frühe Industriegeschichte der Region zu erinnern, errichtete die LLG Hunsrück diese Schutzhütte mit dem Namen „Köhlerhütte“. Im Rahmen des Argenthaler Quarzit Adventstrails dient sie als Verpflegungsstelle. Allen, welche sich auf den historischen Pfaden bewegen, soll sie die Erinnerung an die Köhlerei erhalten und als Unterstand bei gutem und schlechtem Wetter dienen.

 

Die einzelnen Arbeitsschritte