Erste LLG Wanderung – Wetterkapriolen getrotzt

Eigentlich hatten wir für den 30. Januar eine „Winterwanderung“ geplant: Schnee, blauer Himmel, Sonne … . Das Einzige, was zutrifft, ist der kalendarisch eingetragene Winter. Wetter kann man nicht planen, das wird uns schon beim Start klar.

 

 

Um 14:50 Uhr finden sich die Tapfersten des Vereins am Emmelshausener Stadion ein. Erstaunlich, dass es doch so viele Wanderlustige sind! Der Ausflug soll von Emmelshausen nach Halsenbach führen und schließlich an der Baunhöller Mühle mit Einkehr enden.

Wer glaubt, Regen und Sturm haben bereits zu Beginn ihren Höhepunkt erreicht, muss sich eines Besseren belehren lassen. Im Verlauf der Wanderung können wir eine Steigerung wortwörtlich hautnah erleben - die Wassersäulen unserer Kleidung sind sichtlich überfordert. Leichtgewicht Felix droht das Schicksal des Fliegenden Robert.

 

Windstille herrscht schließlich bei einer Rast in Halsenbach. Dort arrangiert Andi im Schutz einer Garage Glühwein, Tee und Laugenbrezeln. Danke! Irgendwo entdeckt Matze noch eine Packung Duplos, die nicht lange überlebt. Das ist es dann aber schon mit der trockenen, süßen Pause.

Weiter geht es im Kampf unserer Regenschirme mit Petrus‘ Werken. Um das Gefecht nicht so gänzlich zu verlieren, kommt der Entschluss auf, einen offensichtlich kürzeren „Weg“ durch den Wald zu nehmen. Wessen kluge Idee war das überhaupt? :-) Den Weg gibt’s leider nicht mehr, zugewachsen. Also am Waldrand entlang, wo Bäume wenigsten etwas Windschutz bieten. Ein wunderschöner Laubweg lässt hoffen. Nächste Schikane: ein umgefallener Baum. Man kann sich nun entscheiden, ob man das Hindernis geschickt auf rutschigem Untergrund überwindet oder ein Fußbad im kalten Bach nimmt, wenn man’s nicht schafft.  Dank unserer guten sportlichen Verfassung gelingt das Experiment jedoch.

Auf trittsicherem Untergrund geht es zu weiter zum ersehnten Ziel. Die Baunhöller Mühle ist in Sicht. Wie bei einem Sternritt werden hier weitere Teilnehmer erwartet, die es sich etwas einfacher gemacht haben. Christian, der sich gerade in Sevenich mit seiner Hausrestaurierung befasst, Sabine, die sich zum Wohl ihres Rudels (mit 2 kg kann man bei solch einem Sturm schon mal wegfliegen!) für das Auto entschieden hatte, und schließlich Dirk, der zuvor in Ludwigshafen zumindest trocken, warm und windgeschützt seine Runden auf der 200 Meter-Bahn drehte.

 

Irgendwann am frühen Abend sitzen jedoch alle gemeinsam in gemütlicher Runde am Tisch. Nasse Kleidung wird an der Heizung getrocknet oder gegen trockene einzelne Stücke aus Dirks Sporttasche ausgetauscht. Tee, Grog, warme Speisen und anregende Sportlergespräche lassen nun auch die Körpertemperatur der Wanderer wieder auf normale Werte klettern.

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